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Performe Emotionalität!« Emotion und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) und SEX nach Mae West (2002) von René Pollesch

Nico Theisen (UGent)
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Abstract
Als ein Exempel zeitgenössischer Auseinandersetzung mit Emotionen auf der Bühne wird in diesem Artikel der Autor-Regisseur René Pollesch herangezogen werden, der ausgesprochen energetische Theaterproduktionen realisiert (hat), wie nicht nur der Schrei (überwiegend) in seinen frühen Inszenierungen, die rhythmisch-melodische Ausrichtung schnell geäußerter Textfluten oder etwa das komische Potential und der Unterhaltungscharakter der Stücke verdeutlichen. Pollesch erinnert bei seiner praktischen Annäherung an das Thema der Emotionen an Bertolt Brechts Episches Theater sowie dessen Diktum der Rücknahme gefühlsmäßiger Darstellung zum Zweck der Tilgung illusionistischer Verklärung. Mit diesem Vorgehen versucht Pollesch auch, einer universalistischen »Repräsentationsfalle« zu entkommen, in der er eines seiner großen Feindbilder, das Hollywood-Kino, sieht. Die dort präsentierten Liebesgeschichten oder »Schnulzen« werden bei Pollesch auf deren geschlechtsspezifische Verabredungen hin geprüft, da sie meist Heterosexualität normalisieren, Sexismen oder auch rassistische Konnotationen (re)produzieren. Bei Pollesch lässt sich dagegen beobachten, wie diese Heteronormativität als eigentliches soziales Problem (auch im Rahmen theatraler Darstellungsweisen) exponiert und diskursiv verhandelt wird.

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Theisen, Nico. “Performe Emotionalität!« Emotion Und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing Des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) Und SEX Nach Mae West (2002) Von René Pollesch.” Grote Emoties = Strong Emotions = Große Gefühle. Ed. Gunther Martens & Tobias Hermans. Vol. 7. Ghent, Belgium: Academia Press, 2015. 27–41. Print.
APA
Theisen, N. (2015). Performe Emotionalität!« Emotion und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) und SEX nach Mae West (2002) von René Pollesch. In Gunther Martens & T. Hermans (Eds.), Grote emoties = Strong emotions = Große Gefühle (Vol. 7, pp. 27–41). Ghent, Belgium: Academia Press.
Chicago author-date
Theisen, Nico. 2015. “Performe Emotionalität!« Emotion Und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing Des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) Und SEX Nach Mae West (2002) Von René Pollesch.” In Grote Emoties = Strong Emotions = Große Gefühle, ed. Gunther Martens and Tobias Hermans, 7:27–41. Ghent, Belgium: Academia Press.
Chicago author-date (all authors)
Theisen, Nico. 2015. “Performe Emotionalität!« Emotion Und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing Des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) Und SEX Nach Mae West (2002) Von René Pollesch.” In Grote Emoties = Strong Emotions = Große Gefühle, ed. Gunther Martens and Tobias Hermans, 7:27–41. Ghent, Belgium: Academia Press.
Vancouver
1.
Theisen N. Performe Emotionalität!« Emotion und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) und SEX nach Mae West (2002) von René Pollesch. In: Martens G, Hermans T, editors. Grote emoties = Strong emotions = Große Gefühle. Ghent, Belgium: Academia Press; 2015. p. 27–41.
IEEE
[1]
N. Theisen, “Performe Emotionalität!« Emotion und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) und SEX nach Mae West (2002) von René Pollesch,” in Grote emoties = Strong emotions = Große Gefühle, vol. 7, G. Martens and T. Hermans, Eds. Ghent, Belgium: Academia Press, 2015, pp. 27–41.
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  abstract     = {Als ein Exempel zeitgenössischer Auseinandersetzung mit Emotionen auf der Bühne wird in diesem Artikel der Autor-Regisseur René Pollesch herangezogen werden, der ausgesprochen energetische Theaterproduktionen realisiert (hat), wie nicht nur der Schrei (überwiegend) in seinen frühen Inszenierungen, die rhythmisch-melodische Ausrichtung schnell geäußerter Textfluten oder etwa das komische Potential und der Unterhaltungscharakter der Stücke verdeutlichen. Pollesch erinnert bei seiner praktischen Annäherung an das Thema der Emotionen an Bertolt Brechts Episches Theater sowie dessen Diktum der Rücknahme gefühlsmäßiger Darstellung zum Zweck der Tilgung illusionistischer Verklärung. Mit diesem Vorgehen versucht Pollesch auch, einer universalistischen »Repräsentationsfalle« zu entkommen, in der er eines seiner großen Feindbilder, das Hollywood-Kino, sieht. Die dort präsentierten Liebesgeschichten oder »Schnulzen« werden bei Pollesch auf deren geschlechtsspezifische Verabredungen hin geprüft, da sie meist Heterosexualität normalisieren, Sexismen oder auch rassistische Konnotationen (re)produzieren. Bei Pollesch lässt sich dagegen beobachten, wie diese Heteronormativität als eigentliches soziales Problem (auch im Rahmen theatraler Darstellungsweisen) exponiert und diskursiv verhandelt wird.},
  author       = {Theisen, Nico},
  booktitle    = {Grote emoties = Strong emotions = Große Gefühle},
  editor       = {Martens, Gunther and Hermans, Tobias},
  isbn         = {978-0-521-85058-2},
  language     = {eng},
  pages        = {27--41},
  publisher    = {Academia Press},
  series       = {Cahier voor literatuurwetenschap},
  title        = {Performe Emotionalität!« Emotion und/als (geschlechtsspezifische) Arbeit in Inscourcing des Zuhause. Menschen in Scheiss-Hotels (2001) und SEX nach Mae West (2002) von René Pollesch},
  volume       = {7},
  year         = {2015},
}