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Das Wunder des Baums: Roman

Editor
(UGent) , Walter Fähnders and (UGent)
Organization
Abstract
Seit ihrer spektakulären Wiederentdeckung vor gut zwei Jahrzehnten scheinen Leben und Werk von Annemarie Schwarzenbach so gründlich erforscht wie bei kaum einer anderen Schweizer Schriftstellerin. Eine ganze Schaffensphase jedoch liegt weiterhin im Dunkeln: Es geht um ihren Aufenthalt in Afrika 1941/42, über den sie eine Fülle von Reportagen verfasst hat. Das Hauptwerk dieser Phase aber ist ihr Roman-Typoskript «Das Wunder des Baums», das sich unter abenteuerlichen Umständen erhalten hat und das hier erstmals veröffentlicht wird. 
Nach ihrer grossen Afghanistanreise, die sie zusammen mit Ella Maillart unternommen hatte, und ihrem desaströsen USA-Aufenthalt reiste Annemarie Schwarzenbach 1941 nach Belgisch- und Französisch-Kongo, um von dort aus Anschluss an die Operationen des France libre zu finden. Durch politische Verdächtigungen in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt, machte sie sich an die Niederschrift von «Das Wunder des Baums». Der Roman erzählt die Geschichte von Marc, einem Schweizer, der während des Zweiten Weltkrieges mit den kolonialen Behörden im Kongo in Konflikt gerät, der zeitweilig interniert und schliesslich wieder entlassen wird. Das Interesse an diesem verschlüsselten und irritierenden Text gilt einem inneren Prozess, den der Protagonist unter Strapazen durchläuft und der auf komplexe Weise auf Kontexte jener Zeit verweist. Es ist ein Afrika-Roman, der dann doch, wie im Nachwort der Herausgeber verdeutlicht wird, keiner ist. Es ist zudem ein Roman über den Zweiten Weltkrieg, der aber fernab von den Kriegsschauplätzen spielt, und es ist schliesslich ein Roman der Apokalypse und der Utopie. Der Erstdruck dieses Romans, der ihr letztes großes Werk bleiben sollte, eröffnet so neue Blicke auf das Werk von Annemarie Schwarzenbach.

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Decock, Sofie, et al., editors. “Das Wunder Des Baums: Roman.” Schweizer Texte, Neue Folge, vol. 33, Chronos, 2011.
APA
Decock, S., Fähnders, W., & Schaffers, U. (Eds.). (2011). Das Wunder des Baums: Roman. Schweizer Texte, Neue Folge. Zürich, Schweiz: Chronos.
Chicago author-date
Decock, Sofie, Walter Fähnders, and Uta Schaffers, eds. 2011. “Das Wunder Des Baums: Roman.” Schweizer Texte, Neue Folge. Zürich, Schweiz: Chronos.
Chicago author-date (all authors)
Decock, Sofie, Walter Fähnders, and Uta Schaffers, eds. 2011. “Das Wunder Des Baums: Roman.” Schweizer Texte, Neue Folge. Zürich, Schweiz: Chronos.
Vancouver
1.
Decock S, Fähnders W, Schaffers U, editors. Das Wunder des Baums: Roman. Vol. 33, Schweizer Texte, Neue Folge. Zürich, Schweiz: Chronos; 2011.
IEEE
[1]
S. Decock, W. Fähnders, and U. Schaffers, Eds., “Das Wunder des Baums: Roman,” Schweizer Texte, Neue Folge, vol. 33. Chronos, Zürich, Schweiz, 2011.
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Nach ihrer grossen Afghanistanreise, die sie zusammen mit Ella Maillart unternommen hatte, und ihrem desaströsen USA-Aufenthalt reiste Annemarie Schwarzenbach 1941 nach Belgisch- und Französisch-Kongo, um von dort aus Anschluss an die Operationen des France libre zu finden. Durch politische Verdächtigungen in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkt, machte sie sich an die Niederschrift von «Das Wunder des Baums». Der Roman erzählt die Geschichte von Marc, einem Schweizer, der während des Zweiten Weltkrieges mit den kolonialen Behörden im Kongo in Konflikt gerät, der zeitweilig interniert und schliesslich wieder entlassen wird. Das Interesse an diesem verschlüsselten und irritierenden Text gilt einem inneren Prozess, den der Protagonist unter Strapazen durchläuft und der auf komplexe Weise auf Kontexte jener Zeit verweist. Es ist ein Afrika-Roman, der dann doch, wie im Nachwort der Herausgeber verdeutlicht wird, keiner ist. Es ist zudem ein Roman über den Zweiten Weltkrieg, der aber fernab von den Kriegsschauplätzen spielt, und es ist schliesslich ein Roman der Apokalypse und der Utopie. Der Erstdruck dieses Romans, der ihr letztes großes Werk bleiben sollte, eröffnet so neue Blicke auf das Werk von Annemarie Schwarzenbach.}},
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